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Sternbittgang nach Hartham 06.05.2024 (06. 05. 2024)

Beim diesjährigen Sternbittgang nach Hartham. 

Warum Bittgänge? Woher kommt dieser religiöse Brauch? 

Die Bitttage (lateinisch rogationes oder litaniae minores ‚kleine Litaneien‘) sind Gebets- und Prozessionstage vor dem Fest Christi Himmelfahrt. Die Woche, in der die Bitttage liegen, wird auch als Gangwoche, Betwoche, Bittwoche oder Kreuzwoche – weil den Prozessionen an diesen Tagen das Kreuz vorangetragen wurde – bezeichnet. Den Namen litaniae erhielten die Bitttage, weil die Prozessionen mit dem Gesang der Allerheiligenlitanei begannen und von inständigem Bittgebet begleitet wurden.

Die Bitttage in der Phase des Wachstums der Feldfrüchte zwischen Aussaat und Ernte haben ursprünglich eine agrarische Ausrichtung. Unheil, auch durch Unwetter, wurde als Folge menschlicher Schuld begriffen. Bitttage haben daher einen Bußcharakter, die liturgische Farbe ist violett.[3] Dadurch stehen die Bitttage in einer gewissen Spannung zum freudigen Charakter der Osterzeit, die liturgisch erst mit dem Pfingstfest endet.

An den Bitttagen werden Bittprozessionen gehalten, regional auch Bittgang genannt, bei denen um eine gute Ernte gebetet wird. Die Prozessionen können als spätantike Umformung der römischen Flurumgänge, der Ambarvalia, verstanden werden.[4] Möglicherweise sind sie auch in Verbindung zu bringen zu germanischen Rechtsbräuchen, wonach jeder Grundeigentümer einmal im Jahr seinen Besitz umschreiten musste, um den Besitzanspruch aufrechtzuerhalten.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

Urheberrecht:

Claudia Listl


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